Sehr erfolgreicher Geschäftsverlauf in einem herausfordernden Jahr

  • Bruttoumsatz steigt um 76% auf CHF 188.2 Mio. (Vorjahr 106.6 Mio.)
  • Nettoumsatz wächst um 19% auf CHF 32.5 Mio. (Vorjahr 27.3 Mio.) 
  • EBITDA konnte mit 115% Wachstum auf CHF 7.1 Mio. mehr als verdoppelt werden (Vorjahr 3.3 Mio.) 
  • Der Konzerngewinn (nach Steuern und Zinsen) steigt um 121% auf CHF 2 Mio. (Vorjahr 0.9 Mio.) 
  • Verwaltetes Volumen nimmt um 15% auf 9 Mrd. zu. (Vorjahr 7.8 Mrd.) 
  • Gesamtes administriertes Volumen (inkl. verwaltetes Volumen) bleibt mit 
  • CHF 34.4 Mrd. (Vorjahr 33.3 Mrd.) stabil.  
  • Fixed Income steigert die Bruttoerlöse um 80% auf CHF 11.9 Mio. (Vorjahr 6.6 Mio.)

Felix Brem, CEO der Reuss Private Group, ordnet
dieses turbulente Jahr ein: «Das Resultat ist umso beeindruckender, da wir uns nach
wie vor in der Investitions- und Wachstumsphase befinden, weshalb wir momentan
auch keine Dividenden auszahlen. Wir haben in diesem schwierigen Jahr auch
keine Arbeitsplätze abgebaut – im Gegenteil, wir konnten gerade im zweiten Halbjahr
rund zehn Prozent neue Arbeitsstellen schaffen und wollen gegenüber unseren Mitarbeitenden
auch in einem schwierigen Marktumfeld einen sicheren Arbeitsplatz bieten.»

Fixed Income übertrifft
Erwartungen deutlich

Die Schweizer Reuss Private AG konnte insbesondere
vom starken Fixed Income-Geschäft profitieren – die Bruttoerlöse wurden in
diesem Bereich fast verdoppelt. Felix Ronner, CEO der Reuss Private AG, plant
bereits für die Zukunft: «Wir haben ein überwältigendes Resultat erzielt und werden
das Fixed Income-Team ausbauen, wenn wir dadurch neue Kundenkreise oder
Regionen erschliessen können.» Der EBITDA der Reuss Private AG wuchs dank dessen
auf CHF 4.34 Mio.

Die nach FIDLEG und FINIG breit erwartete
Konsolidierungswelle auf dem Schweizer Vermögensverwaltermarkt lässt jedoch
nach wie vor auf sich warten. «Wir erwarten weiterhin, dass das Gesamtvolumen
der unabhängigen Vermögensverwalter weiterhin überproportional wachsen wird.
Dabei unterschätzen die Banken bei einem Weggang eines Mitarbeitenden weiterhin
die starke Bindung Kunde-Berater. Gleichzeitig gehen wir davon aus, dass die
Anzahl der Lizenzen bei den unabhängigen Vermögensverwaltern tendenziell erst
in den nächsten drei bis vier Jahren abnehmen wird.», so Felix Brem.
 

Fokus auf Deutschland und
Schweiz

Bei den deutschen Tochtergesellschaften entwickelte
sich das Geschäft ebenfalls erfreulich.
  Das
Wachstum im Private-Label-Fonds-Bereich von BN & Partners konnte mit einem
Sprung auf rund CHF 6’692 Mio. die 20%-Marke brechen. Die erfolgsabhängige
Performance Fee machte dabei einen wesentlichen Anteil des Bruttoumsatzes der
Gruppe aus.

Auch die Fonds- und Versicherungsplattform Fondsnet
konnte ihr Gesamtvolumen weiter steigern und hat als Unternehmensgruppe einen
EBITDA von knapp CHF 2.2 Mio. erreicht. Mit den IT-Lösungen der auf
Finanzsoftware und intelligente Datensysteme spezialisierten Berliner Tochtergesellschaft
foo wird Fondsnet weiter verstärkt in den Fintech-Bereich einsteigen. Im Sinne
der Fokussierung hat die Reuss Private Group darüber hinaus ihre Kernmärkte
gestärkt und das Geschäft in Deutschland zu Lasten von Liechtenstein ausgebaut.

One-Company-Ansatz in
Deutschland

Neu werden die deutschen Tochtergesellschaften im
Sinne eines «One Company»-Ansatzes unter einem Dach geführt. Dadurch können Querschnittfunktionen
besser genutzt und Synergien geschaffen werden. Gleichzeitig wird weiterhin umfassend
in die IT-Infrastruktur investiert.

«Nur mit automatisierten, digitalisierten Prozessen
ist es heute möglich, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und
gleichzeitig den Kunden ins Zentrum zu stellen. Hier wird sich in Zukunft die
Spreu vom Weizen trennen», erklärt Felix Brem den starken Fokus auf den Ausbau
der IT-Fähigkeiten der Gesamtorganisation, der angesichts des rapiden Wachstums
notwendig ist: «Gerade im dritten Quartal 2020 haben die Endkunden-Kontoeröffnungen
merklich angezogen und setzten sich im ersten Quartal 2021 weiter fort. Wir können
aktuell eine Verdopplung an Neueröffnungen gegenüber dem ersten Quartal 2020
verzeichnen.»